Mit dem ABC-Plakat bis in den 4. Himmel: Videoübertragung im Bürohaus-Aufzug

Sie kennen das sicher auch: Im besten Fall sieht man beim Auf und Nieder in Fahrstühlen sich selbst in vielfacher Rundum-Verspiegelung.

Da ist es schon eine willkommene Abwechslung, wenn die Fahrt begleitend Videoclips übertragen werden. Hier darf ich in diesen Wochen meinen kleinen Film zur Entstehung meines ABC-Posters präsentieren.

Was mich freut: Meine Zuschauer könnten der alphabetischen Berieselung nur entkommen, indem sie treppen-trimmen – da ist es schade, dass das schöne UFO-Gebäude nicht noch etwas höher ist 🙂

Geteilte Freude ist doppelte Freude:

Große Klasse in alter Schule: ABC im Hessenpark!

Sie kennen den Hessenpark noch nicht? Ein Besuch lohnt sich wirklich: das Freilichtmuseum in Neu-Anspach im Hochtaunuskreis ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und Einheimische, insbesondere auch für Familien und Schulklassen. Die gesamte Museumsanlage ist in Gebäudegruppen aufgeteilt, die die verschiedenen Regionen Hessens repräsentieren. Hier findet man wunderbar restaurierte originale Fachwerkhäuser, Kirchen, eine Synagoge, eine Mühle einen Wehrturm und …eine alte Schule!

Da man die meisten Häuser betreten kann, hält es mich natürlich nicht draußen vor der Tür.
Aaahhh, jaa, so muss es wirklich früher ausgesehen haben! Und da ist es auch schon wieder: eins der ABC-Poster, wie sie auch damals schon unabdingbar zum Unterricht der ersten Klassen gehörte.

Was die Augen nicht sehen können, ergänzt die Phanstasie: man spürt die Autorität des gestrengen Lehrers und die Schläfrigkeit der mehr oder weniger willigen ABC-Schützen, schnuppert den Geruch nach Kreide, feuchtem Schwamm und altem Papier und hört ein helles Stimmchen skandieren: „A wie Acker, B wie Beere, C wie Clara…“.

Also für mich hat sich der Besuch sehr gelohnt. Wenn Sie neugierig geworden sind: Auf dem Gelände gibt es regelmäßig Vorführungen alter Handwerkskunst. So zeigen Köhler, Korbmacher, Küfer, Bierbrauer etc. ihr Handwerk. Die Produkte können teilweise vor Ort probiert oder gekauft werden (ich konnte an dem Bauernbrot und dem feinsämigen Frankfurter Handkäs nicht vorbeigehen). Da ist es sinnvoll, sich vorher nach den aktuellen Programm-Highlights zu erkundigen.

Geteilte Freude ist doppelte Freude:

iCHANCE veröffentlicht neue Videos: WISSEN, ERKENNEN, HELFEN

Von: Jan-Peter Kalisch, Pascal Busche

Zum Welt-Alpha-Tag 2016 wurde die Projektwebseite www.iCHANCE.de komplett überarbeitet. Anhand der Bereiche WISSEN, ERKENNEN, HELFEN werden die Besucher durch die Homepage geleitet und umfassend über funktionalen Analphabetismus informiert.
Zu den drei Bereichen WISSEN, ERKENNEN, HELFEN wurden nun Videos veröffentlicht, die die Themen eindrücklich veranschaulichen. Weiterführende Informationen finden die Nutzer auf der jeweiligen Themenseite von iCHANCE.de. Viel Spaß beim Anschauen! Und nicht vergessen – Teilen ist ausdrücklich erlaubt.

Geteilte Freude ist doppelte Freude:

Hallo Welt!

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Geteilte Freude ist doppelte Freude:

ABC in vier Sprachen – so macht Lesenlernen Spass…

… aber auch schon das Kolorieren macht viel Freude :-)!

Gerade gewinnt mein spanisches und damit -nach dem deutschen, englischen und französischen- viertes Alphabet an Farbe und Ausdruck und ich bin schon gespannt, wie es bei Kindern und Erwachsenen ankommt. Es sind ja nicht nur große und kleine spanisch sprechende Menschen meine Zielgruppe, sondern auch alle, die auf spielerische Art einen Einstieg in diese schöne Sprache suchen.

Geteilte Freude ist doppelte Freude:

„Kinderwelten“ – 61. internationale Kinderbuchausstellung. Finissage mit Führung im Klingspor Museum, Offenbach, am Sonntag, 12. Februar um 15.00 Uhr

Der Rundgang im Erdgeschoss des stilvollen Klingspor-Museums in Offenbach mit seinen künstlerischen Lettern an den Wänden und der inspirierenden Vielzahl an Abc- und Kinderbüchern zum freien Betrachten hat mir so viel Freude gemacht, dass ein Hinweis auf die Finissage an dieser Stelle gern gebloggt wird:

Dazu Details vom Klingspor-Museum:
Blättern erwünscht! Die Ausstellung von neuen Bilderbüchern aus vielen Ländern präsentiert seit Dezember 16 nicht nur eine Vielfalt an Bildwelten und Themen für die Jüngsten in Vitrinen, sondern bietet auch Bücher zum Anfassen.

Die Kuratorinnen Dorothee Ader und Stephanie Ehret führen zur Finissage durch die Ausstellung „Kinderwelten“ mit Bilderbüchern aus zahlreichen Ländern, deren Schwerpunkt ältere und neuere ABC-Bücher bilden. Zu sehen sind Tieralphabete von Alligator bis Zebra, Buchstaben-Pop-ups, ABC-Gedichte und mehr. In vielfältiger künstlerischer Umsetzung wird Kindern und Erwachsenen das Alphabet im spielerischen Umgang mit Buchstaben nahegebracht. Die 61. Internationale Kinderbuchausstellung findet ihren Ausklang bei einer Tasse Kaffee und Russisch Brot. Der Eintritt ist frei.

Geteilte Freude ist doppelte Freude:

Hätten Sie‘s gewusst? Über Herrn Ballhorn, das ABC-Kraut und die ABC-Schützen

A-b-c-bücher oder Fibeln nennt man Bücher, in welchen die Buchstaben und die Anfangsgründe des Lesens enthalten sind. Da man früher nicht einsah, was sich an einem solchen Buche verbessern lasse, so behielten sie über Jahrhunderte hindurch dieselbe Form, die sich selbst bis auf das Bild des an den Beinen gespornten Hahns, auf der letzten Seite, erstreckte.

Den ersten Schritt zur Verbesserung derselben glaubte der Buchdrucker Ballhorn zu Lübeck um die Mitte des 16. Jahrh. zu thun, als er in der von ihm gedruckten Fibel den Hahn ohne Sporen und neben ihm ein Paar Eier abbildete. Da er dieser Änderung wegen sein A-b-c-buch auf dem Titel ein verbessertes nannte, so heißt noch jetzt ballhonisiren soviel als abgeschmackte Veränderungen vornehmen oder Etwas verschlechtern, anstatt zu verbessern.

Das erste A-b-c-buch mit zweckmäßigen Versen und Bildern, die sich auf die einzelnen Buchstaben beziehen und deren Aussprache erliechtern sollen, gab Weiße, der Verfasser des Kinderfreundes zu Leipzig heraus. Nach ihm lieferten die besten A-b-c-bücher Pestalozzi, Stephani und Krug.

A-b-c-kraut oder A-b-c-daria heißt eine Pflanze auf der Insel Amboina und Ternate, deren Wurzel und Blätter einen sehr scharfen Geschmack haben. Man läßt sie dort die Kinder genießen, um ihre Zunge beweglicher zu machen und ihnen dadurch die Aussprache der arabischen Zischlaute zu erleichtern.

A-b-c-schützen nannten im Mittelalter die sogenannten fahrenden Schüler die kleinern mit ihnen herumziehenden Knaben, welche ihnen durch Betteln undStehlen, was man in der Burschensprache noch jetzt Schießen nennt, den nötigen Lebensunterhalt verschafften.

Übernommen von Martina Berg , Gebrauchtbuchhändlerin, Fotografin, Autorin und Bloggerin aus dem Lipperland. Ihr Internet-Antiquariat „Die Bücher-Berg“ ist zu finden unter www.martinaberg.com.

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„ABC im Walde“ von Emmy Landmann – oder: wieviel Spaß es macht, im Internet zu recherchieren

Ich liebe das Internet – darin zu stöbern ist wie in einer unglaublichen Bibliothek zu lesen und zu lesen und zu lesen…

Das schöne Buch „ABC im Walde“ ist meine neueste Errungenschaft. Die Bilder von Emmy Landmann entsprechen so ganz meinem Geschmack. Und mit dem Alphabet-Thema gehört es natürlich ohnehin mit in meine Sammlung.

Um ein wenig über die Autorin zu erfahren, ging ich dazu ins Internet und fand unter Geni: Emmy Landmann, Birthdate: 13 Oktober, 1884, Birthplace: Fürth, Middle Franconia, Bavaria, Germany, Death: Died Mai 1973 in Westchester County, New York, United States, Tochter von Ernst Landmann und Pauline Landmann, Angehörige: Schwester von Anne Steuerwald-Landmann; Oskar Landmann; Ida Maria Landmann; Alex Landmann und Martha Klara Krautheimer.

Ansonsten im Netz über sie: wenig bis nichts. Meine Vermutung aufgrund der kargen Daten: ein jüdisches Schicksal?

Also weiter: Wie steht es mit der dort genannten Schwester? Ahh, Anne Steuerwald-Landmann war eine Frauenrechtlerin und Pazifistin, nach der in Fürth sogar eine Straße benannt ist. Im Internet steht dazu neben vielem anderen ein ausgesprochen lesenswerter und tief beeindruckender Vortrag ihres Sohnes unter http://ak-schulfach-ethik.de/download/SteuerwaldLandmannAnna.pdf .
Dort finden sich über „meine“ Emmy Landmann die Zeilen:

„Meine Tante Emmy verfasste in ihrem Leben einige Kinderbücher, meist in Gedichtform. Über die ersten Lebensjahre meiner Mutter schrieb sie: ‚Anna in die Faust sich lacht, weil Ula ein Ende macht mit der Bündelschnürerei. Sie darf strampeln fesselfrei, braucht nicht mehr saugen fremde Brust, leert die Flasche mit viel Lust.‘

Da sage noch einer etwas gegen das Internet! Ich gehe auf die Suche nach einer Bilderbuch-Verfasserin und finde das bewegende Schicksal einer jüdischen Familie!

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Übung für zukünftige Liebesbriefe an Sissi – Kaiserliche Schönschrift im Prunksaal der Wiener Nationalbibliothek

Gerade einmal 16 Jahre war Franz Joseph Karl von Habsburg, als er im Jahr 1846 diese Schreibübungen der Unterschrift in mehreren Sprachen anfertigte. Das anrührende Manuskript des späteren Kaisers Franz Joseph (ja genau – das ist der mit der Sissi!) ist ein beredtes Beispiel für den Wert, den man damals (s)einer geschulten Schönschrift beimaß. Man kann es betrachten in der umwerfend schönen und beeindruckenden Österreichische Nationalbibliothek. Wer noch nicht da war – unbedingt den Prunksaal ansehen, er gilt nicht umsonst als eine der schönsten Bibliotheken der Welt! Ich kann das nur bestätigen, hinter mir liegen drei wundervolle Sonnentage mit meinem lieben Mann und Freunden in dieser großartigen Stadt.

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Jean-Henri Fabre – so erlernte er ca. 1828 das ABC

Als typischem Vertreter der sog. Jäger und Sammler (hauptsächlich Sammler J) freute ich mich ganz besonders, dass mir vor einigen Tagen auf einem Flohmarkt dieses Büchlein des französischen Naturwissenschaftlers, Dichters und Schriftstellers Jean-Henri Fabre in die Hände fiel: Wunder des Lebendigen, Diogenes TB 1992, S. 25+28. Dessen liebevolle Naturbeschreibungen und seine ausgesprochen innige Liebe zur Insekten- und Pflanzenwelt sind für mich das reinste Lesevergnügen.

Einige Zeilen daraus passen nun so ausdrücklich in meinen Blog, dass ich Sie Ihnen gern mit auf den Weg geben möchte:

Was dagegen keine Fortschritte machte, das waren meine Kenntnisse der Buchstaben, die zugunsten der Taube (seine Lesefibel mit einer Taube auf dem Einband, die er lieber betrachtete, Anm.) stark vernachlässigt wurden. Ich war immer noch völlig unbeholfen im Umgang mit dem störrischen Alphabet, als mein Vater, einer zufälligen Eingebung folgend, mir aus der Stadt genau das mitbrachte, was mich auf dem Weg zum Lesen beflügeln sollte. Obwohl diese Anschaffung eine so wichtige Rolle in meinem intellektuellen Erwachen spielte, war sie doch gar nicht besonders kostspielig. O nein! Es handelte sich um einen großen Bilderbogen für sechs Heller, farbig und in Felder eingeteilt, in denen allerlei Tiere mit den Anfangsbuchstaben ihrer Namen mir jeweils die einzelnen Buchstaben des Alphabets beibringen sollten. (…)

Es fing an mit L’ane, dem Esel, dem heiligen Tier: Sein Name mit dem großen Anfangsbuchstaben A brache mir denn auch das A bei. Le boeuf, der Ochse, lehrte mich das B, le canard, die Ente, führte mich in das C ein, le dindon, der Truthahn, stimmte das D an. Und so weiter und so fort mit den anderen Buchstaben. Einige Felder allerdings waren nicht ganz so klar. Ich konnte mich nicht mit dem „hippopotame“, dem Nilpferd“, dem „kamichi“, dem Straußvogel, und dem „zébu“, dem Zebu anfreunden, die mir H, K, Z einprägen sollten. Diese mir fremden Tiere, die den abstrakten Begriff des Buchstabens nicht durch eine lebendige bekannte Wirklichkeit aufhellten, ließen mich eine Zeitlang unschlüssig vor den widerspenstigen Konsonanten zaudern.

Gleichwohl! Da in den schwierigen Fällen der Vater eingriff, machte ich so rasche Fortschritte, dass ich binnen weniger Tage mit Nutzen und Erfolg mein kleines Taubenbuch durchblättern konnte, das ich bis dahin nicht zu entziffern vermocht hatte. Ich war eingeweiht, ich konnte buchstabieren. Meine Eltern waren hocherfreut.

Geteilte Freude ist doppelte Freude: